Vortrag: mit Prof. Dr. Khanna Omarkhali

Zwischen Erinnerung und Identität – Kurden und die jesidische Gemeinschaft in der Sowjetunion mit Prof. Dr. Khanna Omarkhali. 26. September 2026 im Sprachenatelier Berlin. Im Rahmen des 16. Kurdischen Filmfestivals Berlin. Fokus: Kurden in der Sowjetunion – Zwischen Erinnerung, Identität, Deportation und Erneuerung

Vortrag: mit Prof. Dr. Khanna Omarkhali

Vortrag, Zwischen Erinnerung und Identität – Kurden und Jesiden in der Sowjetunion mit Prof. Dr. Khanna Omarkhali

26. September 2026 imSprachenatelier Berlin

Im Rahmen des 16. Kurdischen Filmfestivals Berlin

Fokus: Kurden in der Sowjetunion – Zwischen Erinnerung, Identität, Deportation und Erneuerung

Wie lebten Kurden und Jesiden in Armenien und der ehemaligen Sowjetunion? Welche Spuren haben Geschichte, Vertreibung und politische Umbrüche in ihrer Kultur und ihrem religiösen Leben hinterlassen? Und wie konnten Sprache, Traditionen und Erinnerungen über Generationen hinweg bewahrt werden?

Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Khanna Omarkhali, Professorin für Kurdische Studien am Institut für Iranistik der Freien Universität Berlin und eine der weltweit führenden Expertinnen für Kurdologie und Yezidismus (Êzdiyatî).

Geboren in Armenien und aufgewachsen in einer jesidischen Pîr-Familie, verbindet Khanna Omarkhali wissenschaftliche Exzellenz mit einem tiefen Verständnis der kurdischen und jesidischen Kultur aus der Innenperspektive. Ihre langjährigen Feldforschungen führten sie in die historischen Regionen Kurdistans, nach Armenien, Georgien und in andere Teile der ehemaligen Sowjetunion sowie in die Diaspora. Dort dokumentierte sie über viele Jahre mündlich überlieferte religiöse Texte und erforschte die Geschichte und Gegenwart jesidischer Gemeinschaften.

In ihrem Vortrag nimmt Prof. Dr. Khanna Omarkhali das Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte der Kurden und Jesiden in Armenien und der ehemaligen Sowjetunion. Sie beleuchtet das kulturelle und religiöse Leben dieser Gemeinschaften, ihre historischen Erfahrungen sowie ihre bemerkenswerte Fähigkeit, Identität, Sprache und Traditionen über Generationen hinweg zu bewahren.

Im Anschluss präsentieren Studierende der Freien Universität Berlin eine kurze musikalische Darbietung mit einem kurdischen Lied und einem Instrumentalstück. Diese rund zehnminütige Aufführung vermittelt einen lebendigen Eindruck von der Atmosphäre des kurdischen Alltags und Kulturlebens in Armenien und der Sowjetunion und schafft eine eindrucksvolle Verbindung zwischen wissenschaftlichem Vortrag und gelebter Kultur.

Khanna Omarkhali ist Autorin von rund 120 wissenschaftlichen Publikationen und Herausgeberin zahlreicher Standardwerke zur Kurdologie und Yezidologie. Seit 2025 ist sie Mitherausgeberin der Buchreihe Non-Mainstream Religion in the Middle East beim Brill-Verlag. Im selben Jahr wurde sie mit dem Jemal-Nebez-Preis für ihre herausragenden Verdienste um die Kurdologie und Yezidologie ausgezeichnet und vom Tagesspiegel in die Liste der „100 wichtigsten Köpfe der Berliner Wissenschaft“ aufgenommen.

Im anschließenden Publikumsgespräch haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, mit Prof. Dr. Khanna Omarkhali über Geschichte, Erinnerung, Identität und das kulturelle Erbe der Kurden und Jesiden ins Gespräch zu kommen.