Lesung mit Eskerê Boyîk: "Riya jiyana min" (Der Weg meines Lebens)

Das 16. Kurdische Filmfestival Berlin lädt zu einer besonderen Lesung mit dem renommierten kurdischen Schriftsteller Eskerê Boyîk ein. Im Mittelpunkt steht seine Autobiografie Riya jiyana min (Der Weg meines Lebens), ein eindrucksvolles Zeugnis über das Leben der Kurden in der ehemaligen Sowjetunion.

Lesung mit Eskerê Boyîk: "Riya jiyana min" (Der Weg meines Lebens)

Lesung mit Eskerê Boyîk: "Riya jiyana min" (Der Weg meines Lebens)

Im Rahmen des 16. Kurdischen Filmfestivals Berlin 2026

Festivalfokus: Kurden in der Sowjetunion – Zwischen Erinnerung, Identität, Deportation und Erneuerung

Das 16. Kurdische Filmfestival Berlin lädt zu einer besonderen Lesung mit dem renommierten kurdischen Schriftsteller Eskerê Boyîk ein. Im Mittelpunkt steht seine Autobiografie Riya jiyana min („Der Weg meines Lebens“), ein eindrucksvolles Zeugnis über das Leben der Kurden in der ehemaligen Sowjetunion.

Eskerê Boyîk zählt zu den bedeutendsten Stimmen der kurdischen Literatur. In mehr als 30 Büchern widmet er sich der kurdischen Sprache, Kultur und Geschichte. Seine Lebensgeschichte ist eng mit dem Schicksal jener kurdischen Familien verbunden, die infolge politischer Verfolgung aus der Region Serhed nach Armenien vertrieben wurden. Dort entstand eine einzigartige kurdische Kulturszene, deren prägende Persönlichkeiten – darunter Erebê Şemo, Qanatê Kurdo, Heciyê Cindî und die Brüder Celîl – Boyîks Denken und literarisches Schaffen nachhaltig beeinflussten.

In seiner Autobiografie verbindet Eskerê Boyîk persönliche Erinnerungen mit der kollektiven Geschichte der Kurden in der Sowjetunion. Er erzählt von Flucht, Entwurzelung und dem Leben zwischen Anpassung und kultureller Selbstbehauptung, aber auch von der Bedeutung von Sprache, Literatur und Bildung für den Erhalt der kurdischen Identität. Gleichzeitig vermittelt das Werk wertvolle Einblicke in die Geschichte und Tradition der êzîdischen Religion.

Die Lesung wird durch ein Gespräch mit dem Autor ergänzt. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf das kurdische Leben in der Sowjetunion, auf Erinnerungskultur, Exil und die Bedeutung literarischen Erzählens für das kollektive Gedächtnis.

Die Veranstaltung ist Teil des Festivalfokus „Kurden in der Sowjetunion – Zwischen Erinnerung, Identität, Deportation und Erneuerung“ und lädt dazu ein, Film, Literatur und Geschichte miteinander in Dialog zu bringen.